Nuance Communications hat unter dem Namen „Project Lightning“ eine neue KI-Engine vorgestellt, die laut dem Spezialisten für Spracherkennung und -steuerung auf DNNs (Deep Neural Networks) der vierten Generation beruht. Durch die Kombination von Stimmbiometrie und dem Verständnis natürliche Sprache (Natural Language Understanding, NLU) soll die Technik personalisierte, der menschlichen Erfahrungswelt ähnliche Bedienbarkeit gewährleisten: Ein einziger menschlicher Befehl an einen Smart Speaker, virtuellen Assistenten oder ein IVR-System (Interactive Voice Response) reiche aus, damit Lightning innerhalb von nur einer halben Sekunde erkennt, welche Person spricht und was sie benötigt.

Mit Lightning, so führt Nuance aus, könne ein Nutzer bei der Erstellung seines Kundenkontos bei einem Unternehmen sein Stimmprofil hinterlegen. Nimmt er später mit dem Unternehmen über einen Sprachkanal Kontakt auf, werde seine Identität umgehend bestätigt. Damit soll sich die Eingabe von Passwörtern etc. erübrigen. Denn Project Lightning könne Sprache schneller verifizieren als das menschliche Gehör, das die jeweiligen Sprachsignale erst verarbeiten muss.

„Die Stimmbiometrie sichert nicht nur den Sprachkanal, sondern ermöglicht in Kombination mit NLU auch eine reibungslose Kommunikation und Interaktion“, so Brett Beranek, General Manager Security Business bei Nuances Enterprise Division. „Mit Lightning müssen Unternehmen nicht mehr zeitaufwendig prüfen, ob ein Kunde derjenige ist, für den er sich bei seiner Interaktion mit den Sprachkanälen ausgibt.“ Dadurch könne man mit der Person auf personalisierte Art und Weise interagieren, sobald diese spricht, was wiederum zu einer effektiven, angenehmen und natürlichen Interaktion führe.

Die Technologie wird laut Nuance voraussichtlich im Herbst 2019 allgemein verfügbar sein. Weitere Informationen finden sich unter www.nuance.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.