Der IT-Sicherheitsanbieter Proofpoint hat Neuerungen im Bereich Cybersicherheit und Compliance angekündigt, die sich im gesamten Produktportfolio des Herstellers niederschlagen sollen. Ziel ist es, Mitarbeiter besser vor gezielten Angriffen zu schützen.

Zu den Neuerungen gehört das TAP-Dashboard (Targeted Attack Protection), das Berichte auf Abteilungsebene liefern soll. Diese listen die am häufigsten angegriffenen Abteilungen und VAPs (Very Attacked Persons, Hauptangriffsziele) innerhalb jeder Abteilung auf, so der Hersteller weiter. Außerdem ermögliche TAP die Anwendung geeigneter adaptiver Kontrollen, falls eine bestimmte Abteilung gefährdet sein sollte.

Zudem hat Proofpoint angekündigt, die TAP Threat Intelligence um neue Funktionen zu erweitern, die ein breiteres Spektrum an Risiken bei der Nutzung von Microsoft Office 365 und Google G Suite identifizieren soll. Darunter fällt nach Bekunden des Herstellers etwa der Umgang mit sensiblen Daten sowie potenziell bösartigen Applikationen von Drittanbietern. TAP erkenne, isoliere und blockiere etwa fortschrittliche Bedrohungen, mit denen Anwender via E-Mail konfrontiert sind und decke gleichzeitig Bedrohungen und Risiken in Cloud-Anwendungen auf.

Nutzer der hauseigenen Email Data Loss Prevention (DLP) sollen außerdem ab September ihre Lösung um Cloud DLP erweitern können. Auf diese Weise sei es möglich, das gesamte DLP-Vorfall-Management mittels Proofpoints CASB-Konsole (Cloud App Security Broker) zu zentralisieren.

Auf diese Weise erhalte der Anwender einen ganzheitlichen Überblick über die am häufigsten angegriffenen Nutzer eines Unternehmens und Unterstützung für die Absicherung von Anwendungen einschließlich Microsoft Office 365, Microsoft Teams, Google G Suite, Box, etc. Proofpoint CASB soll darüber hinaus bei der Governance von Applikationen helfen, indem es Cloud Discovery sowie die Erkennung von Risiken in Schatten-IT-Anwendungen automatisiert. So trage die Lösung dazu bei, dass alle digitalen Inhalte den Anforderungen in Bezug auf Governance und Regulierung entsprechen.

Die hauseigene Content-Capture-Lösung richtet sich laut Hersteller an Unternehmen in regulierten Branchen, die Inhalte von geschäftlicher Kommunikation erfassen, verwalten und archivieren müssen. Die Lösung fasst unterschiedlichste Feeds in einem einheitlichen Format auf einer einzigen Plattform zusammen, etwa geschäftliche Kommunikation aus sozialen Netzwerken, Collaboration-Tools, Instant Messenger/Chat und E-Mails. Dabei berücksichtige die Lösung Compliance-Anforderungen bezüglich Supervision, Einhaltung von Richtlinien, Analytik, Abgleich und Archivierung. Zeitnah soll außerdem die Unterstützung des Konferenz-Feeds von Zoom verfügbar sein. Microsoft Teams und Slack folgen laut Proofpoint dann im vierten Quartal dieses Jahres.

Des Weiteren hat Proofpoint angekündigt, sein Angebot für Cloudmark-Service-Provider weiterzuentwickeln. Neue Funktionen sollen es ermöglichen, die Validierung der E-Mail-Authentifizierung auf Nachrichten auszudehnen, die den Weiterleitungsschritt mit authentifizierter Signatur und Validierung der empfangenen Kette (ARC, RFC 8617) durchlaufen.

Weiter Informationen finden sich unter www.proofpoint.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.