Der Flash-Anbieter Pure Storage hat sein Portfolio an Flash Arrays um die neue Produktfamilie FlashArray//X erweitert. Diese sei speziell für Shared Accelerated Storage entwickelt. Die neue Storage-Generation basiere auf NVMe und NVMe-oF  und habe das Potenzial, SAN (Storage Area Network) und DAS (Direct Attached Storage) in einer einzigen, konsolidierten und gemeinsam genutzten datenzentrischen Architektur zu vereinen.

Die FlashArray//X-Familie bietet laut Hersteller fünf Konfigurationen für kleine Anwendungen (NVMe-ready //X10) bis hin zum All-NVMe //X90, dem bisher dichtesten und schnellsten hauseigenen Flash Array. Mit einer Kapazität von bis zu 3 PByte auf 6 HE liefere das //X90 eine Latenz von nur 250 μs.

Mit der Version 5.1 der für Flash konzipierten Betriebsumgebung Purity steht ein Upgrade für FlashArray//M- und FlashArray//X-Anwender zur Verfügung. Es soll eine bis zu 20 Prozent bessere Datenreduktion bieten.

Die Entwicklung hin zu Web-basierten Anwendungsarchitekturen hat die Anforderungen an die Speicherung erheblich verändert, so Pure Storage. Unternehmen, die sich für die Cloud entscheiden, finden sich oft mit einer Vielzahl von Speicherinseln wieder, etwa SANs für klassische Anwendungen und DAS für moderne Analyse- und Web-Scale-Anwendungen. Mit der neuen FlashArray-Familie sei es nun möglich, die Speichersilos im Rechenzentrum aufzubrechen und einen breiten Datenaustausch zu ermöglichen. Schnellere Berechnungen, schnell konvergierte Netzwerke und optimierte Protokolle wie NVMe haben dafür gesorgt, dass das Rechenzentrum für die Daten neu gestaltet werden kann, so Pure Storage.

Eine datenzentrische Architektur ermöglicht nach Bekunden des Flash-Anbieters eine flexible Verbindung zu einem schnellen, zuverlässigen und dichten Pool von Shared Accelerated Storage über ein schnelles Netzwerk. Hier entkoppele man Speicher und Rechenkapazitäten, wodurch man unabhängig skalieren und modernisieren, aber die Leistung und Effizienz beibehalten kann. Shared Accelerated Storage beschleunige die Infrastruktur, konsolidiere Workloads und ermögliche einen flexiblen, agilen Datenaustausch zwischen modernen Anwendungen. Dies führt laut Hersteller zu einem für Daten optimierten Design.

FlashArray//X basiere, wie die FlashArrays zuvor, auf der Storage-Architektur von Evergreen, die unterbrechungsfreie Upgrades ohne geplante Ausfallzeiten und Datenmigration bietet. Bestehende Nutzer sollen ein Upgrade auf FlashArray//X durchführen und bereits heute alle Funktionen von NVMe Shared Accelerated Storage nutzen können.

Die erweiterte FlashArray//X-Familie besteht neben dem //X90 mit einer Speicherkapazität von 3 PByte auf 6 HE aus dem //X70 und dem //X50, die auf 1,3 PByte bezeihungsweise 650 TByte an effektiven Speicher skalieren können. Bei den Arrays //X20 und //X10 wiederum handelt es sich laut Hersteller um Einsteigergeräte für kleinere Kapazitäten und Remote-Office-Anforderungen. Diese seien standardmäßig mit SATA-Flash konfiguriert, verfügen aber über Controller, die bereits heute NVMe-DirectFlash-Module unterstützen.

Weitere Informationen stehen unter www.purestorage.com zur Verfügung.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.