Datenanalyse-Spezialist Qlik hat Version 4.0 seiner Daten-Management-Software Data Catalyst (vormals Podium Data) vorgestellt. Mit dem neuen Release unterstütze die Lösung jetzt auch Single-Server- und AWS-basierte Architekturen.

Qlik adressiert mit Data Catalyst nach eigenen Angaben Unternehmen, die auf der Suche nach Lösungen zur Organisation und Vereinheitlichung von Rohdaten aus unterschiedlichen Quellen sind, um die Daten anschließend managen und für analytische Anforderungen bereitstellen zu können. Dabei soll es auch gleichgültig sein, wo die Daten gespeichert sind. Durch die zusätzliche Unterstützung über Hadoop hinaus sollen Unternehmen mit Data Catalyst 4.0 in der Lage sein, diese Herausforderungen bezüglich Daten-Management und performanter Datenanalyse unternehmensübergreifend zu bewältigen.

Data Catalyst 4.0 lässt sich nun auf einem einzelnen Server auch ohne Hadoop-Cluster organisieren, pflegen und katalogisieren, so Qlik. Dazu verwendet die Lösung eine Linux-Instanz mit Flat-Files, die über HSQL verwaltet werden. Für die Datensicherheit soll das native Linux-OS-Security sorgen. Als weitere Kernfunktion von Data Catalyst 4.0 für das Daten-Management nennt der Hersteller die Anbindung an die Amazon-Cloud mit verbesserter Unterstützung für temporäre EMR-Cluster und S3 sowie die Möglichkeit, in relationale Datenbank-Management-Systeme (RDBMS) einschließlich Redshift zu publizieren.

Als weitere Funktionen, die Anwendern bei der Analyse ihrer Daten helfen sollen, nennt Qlik:

  • Data Catalyst ermöglicht jetzt, Datenelemente basierend auf Datenstruktur und Kontext mit Hilfe einer neu entwickelten Relationship-Engine abzuleiten und zu kennzeichnen. Diese Metadaten sollen dann im Katalog sichtbar sein und sich mit einem einzigen Mausklick bearbeiten lassen. Entweder, um sie direkt in Qlik Sense zur Verfügung zu stellen oder um sie als neues Datenset für spätere Analysen und Visualisierungen verfügbar zu halten, so der Hersteller.
  • Darüber hinaus können Anwender, die in ihren Organisationen bereits Unternehmenskataloge oder Modellierungswerkzeuge verwenden, die in diesen Tools definierten Beziehungen in Data Catalyst importieren.
  • Die Lösung unterstützt außerdem das Management von Beziehungen zwischen Daten – sowohl mit der neuen Relationship-Engine als auch mit anderen Lösungen, wenn man etwa eine vollständige Sammlung zusammengehöriger Datensets mit einem Klick nach Qlik Sense publiziert. So sollen Anwender die zuletzt deutlich erweiterten Augmented-Intelligence- und Machine-Learning-Funktionen von Qlik Sense leichter ausschöpfen können – mit gemanagten Daten aus Data Catalyst.
  • Administratoren profitieren laut Hersteller zudem von besserer Übersichtlichkeit und optimierter Steuerung der Prozesse zur Datenaufbereitung, -bereitstellung und -analyse.

Weitere Informationen finden sich unter www.qlik.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.