Trend Micro hat bekanntgegeben, dass seine Network-Functions-Virtualization-Lösung (NFV) Trend Micro Virtual Network Function Suite, als erste ihrer Art mit Huawei Cloud MSE kompatibel ist und dafür die Huawei Technology Certification erhalten hat. Die Virtual Network Function Suite (VNFS) sei mit zahlreichen Drittanbieterlösungen kompatibel und treibe damit die Virtualisierung von Netzwerken und die Transformation hin zu NFV-Ökosystemen voran. Durch diese Zusammenarbeit sollen Kommunikationsdienstleister (Communication Service Providers, CSPs), die immer stärker in NFV-Ökosysteme migrieren, ihren Kunden effektivere und agilere Sicherheit bieten könenn.

Huawei Cloud MSE ist ein Capability Operation Center für Carrier-Netzwerke und erlaubt eine sogenannte atomare Orchestrierung von Kapazitäten für Mehrwertdienste und Netzwerkinfrastrukturdienste. Damit ermöglicht man es den CSPs, ihre Kapazitäten zu transformieren. Huawei Cloud MSE terminiert und optimiert Netzwerke auf flexible Weise, damit diese Over-the-Top-Anwendungen und andere neuartige Dienste mit verschiedenen Funktionen bereitstellen können.

Trend Micro VNFS ist eine der neuen Dienstleistungen, von denen CSPs bei der Nutzung der Cloud-MSE-Lösung profitieren sollen. Die Partnerschaft von Trend Micro und Huawei reicht bis in das Jahr 2011 zurück, als die Trend Micro Inter Scan Web Security Appliance (IWSVA) vorgestellt wurde.

NFV-Architekturen sollen Unternehmen und Anwendern zahlreiche Vorteile bieten und gelten weithin als Grundpfeiler von Netzwerken der nächsten Generation. Gleichzeitig stellen sie aufgrund ihrer großen Dynamik ihre Betreiber aber auch vor einzigartige Herausforderungen bei der Planung und Einrichtung von effektiven Sicherheitsmaßnahmen. CSPs müssen sich heute an neue Technik und Standards anpassen, während sie mittels diversifizierter Netzwerkverkehrstypen einen deutlichen Zuwachs beim Datenverkehrsvolumen bewältigen. Der steigende Bedarf an Verteidigungsstrategien gegen Cyberangriffe auf Netzwerke und die damit einhergehende Notwendigkeit von fortschrittlichen Sicherheits- und Support-Systemen stellt eine zusätzliche Herausforderung für Unternehmensanwender dar.

Trend Micro VNFS biete flexible und verlässliche Netzwerksicherheit und Bedrohungsabwehr mit hoher Performance und ermögliche damit effizienteren und schnelleren Schutz, so der Sicherheitsanbieter. Es wurde für den Einsatz in NFV-Infrastrukturen optimiert und nutzt das Data Plane Development Kit für eine schnelle Paketverarbeitung. Fortschrittliche Sicherheitstechnik ermögliche zudem größere und kosteneffizientere Erweiterungen. VNFS scannt den Netzwerkverkehr und bietet dabei Schutzfunktionen wie Intrusion Prevention, URL-Filter und Anwendungskontrolle.

Angesichts aktueller und zukünftiger Bedrohungen sind verlässliche globale Bedrohungsinformationen unabdingbar. Trend Micro VNFS erhält diese in Echtzeit vom Cloud-basierenden Trend Micro Smart Protection Network. Damit können CSPs ihren Kunden auf effektive, leistungsstarke und umfassende Weise wichtige Netzwerksicherheitsfunktionen bieten, so der Anbieter.

„Das Aufkommen von NFVs bietet CSPs neue Möglichkeiten, mit bewährten Partnern beim Schutz von verschiedenen IoT-Anwendungen für Verbraucher, Unternehmen und Behörden zusammenzuarbeiten“, sagt Dr. Terence Liu, Vice President der Network Threat Defense Technology Group bei Trend Micro. „Jeder CSP muss den für sich passenden Sicherheitsanbieter auswählen. Eine effektive IoT-Sicherheitslösung sollte sich an die dynamische NFV-Umgebung anpassen, um den bestmöglichen Return on Investment zu erreichen.“

Weitere Informationen gibt es unter www.trendmicro.com.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.