Test: Arcserve Unified Data Protection 8.0

Backup-Klassiker mit vielen Funktionen

07. Juni 2021, 07:00 Uhr   |  Christoph Lange/am


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Optionen für Cloud-Backups

Für Cloud-Backups bietet UDP 8.0 mehrere Möglichkeiten an. Unter anderem lassen sich die im Backup-Repository gespeicherten Daten in die Cloud kopieren. Mit Hilfe dieser Backup-Daten kann der Administrierende in der Cloud virtuelle Instanzen des jeweiligen Rechners erzeugen. Die Kommunikation zwischen dem eigenen RZ und der Cloud erfolgt über UDP-Systeme, die in der Cloud laufen. Beim LAN­line-Test richteten wir einen Kopierjob ein, der das Full-Backup des physischen W2016-Servers zu AWS in die Cloud übertrug. Hierfür gaben wir unseren AWS-Account mit den zugehörigen Security-Informationen ein und wählten ein S3-Storage-Bucket als Zielverzeichnis aus. Dabei kann der Admin die Object-Lock-Funktion von AWS S3 aktivieren, um die Daten unveränderbar abzulegen und so vor Ransomware-Angriffen zu schützen. Anschließend führten wir den Befehl „Upload Recovery Point to Cloud” aus, wodurch die Übertragung der Backup-Daten dieser VM in unseren S3-Speicher bei AWS erfolgte.

Full- und Instant-VM-Recovery

Bei den Recovery-Tests konzentrierten wir uns auf die Wiederherstellung von virtuellen Servern mit dem Full-VM- und dem Instant-VM-Verfahren (IVM). Mit UDP lassen sich von einer VM oder einem physischen Server auch Virtual Standby Machines erzeugen, die sofort einsatzbereit sind, falls das primäre System ausfällt. Für den Full-VM-Recovery-Test löschten wir die WS2019-VM und stellten sie aus dem Backup wieder her.

Der Administrierende kann wählen, ob die VM an ihrem ursprünglichen Ort oder an einer anderen Stelle wiederhergestellt sein soll. Zudem gibt er an, ob eine Überschreibung der vorhandenen VM erfolgen soll. Im Test dauerte der Restore einer 18 GByte großen WS2019-VM zwölf Minuten. Die Linux-VM stellten wir auf dieselbe Weise wieder her. Sie war nur gut 4 GByte groß und stand bereits nach drei Minuten wieder zur Verfügung.

Den Instant-VM-Recovery-Test führten wir mit der WS2016-VM durch. Im Menü gaben wir den zweiten ESX-Host an, um die Instant-VM-Kopie zu starten. UDP legt für die temporäre VM einen NAS-Datastore an, über den der Zugriff auf die im Backup gespeicherten VM-Daten erfolgt. Der Instant-VM-Recovery-Vorgang hat zweieinhalb Minuten gedauert und war damit deutlich schneller als ein Full-VM-Recovery. Wenn eine Instant-VM die Original-VM dauerhaft ersetzen soll, lässt sie sich an ihren ursprünglichen Speicherort zurückkopieren.

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© LANline

Für ein Bare Metal Recovery (BMR) von Hardware-Rechnern muss der Admin mit dem UDP-Agenten eine bootfähige WinPE-ISO-Datei erzeugen. Damit lässt sich das System aus dem UDP-Backup heraus komplett wiederherstellen. Die Single-File-Restore-Funktionen (SFR) testeten wir mit den beiden physischen Rechnern. In der Backup-Konfiguration hatten wir die Erstellung des File Catalog aktiviert, um einzelne Dateien und Verzeichnisse schnell wiederherstellen zu können. Der Administrierende gibt im SFR-Assistenten den gewünschten Datei- oder Verzeichnisnamen sowie den Suchpfad ein. Im Test konnten wir sowohl einzelne Dateien als auch den Inhalt von kompletten Verzeichnissen inklusive ihrer Unterverzeichnisse wiederherstellen. Die Rücksicherung einer Verzeichnisstruktur mit knapp 3 GByte Daten war nach zwei Minuten abgeschlossen.

UDP 8.0 von Arcserve bietet einen sehr großen Funktionsumfang. Durch die Integration mit Sophos Intercept X steht ein guter Schutz vor Ransomware zur Verfügung. Die Einbindung von Cloud-Providern in eine umfassende Backup- und Recovery-Strategie ist auf verschiedenen Wegen möglich. Die für den LANline-Test konfigurierten Backup-Jobs liefen über mehrere Wochen hinweg fehlerfrei durch und auch bei den Recovery-Tests konnte UDP 8.0 mit einer zuverlässigen Wiederherstellung überzeugen. Die Preise für UDP 8.0 mit Universal Subscription License richten sich nach den zu sichernden Datenmengen und beginnen bei etwa 350,00 Euro jährlich pro Front-End-TByte.

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1. Backup-Klassiker mit vielen Funktionen
2. Installation und Konfiguration
3. Optionen für Cloud-Backups

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