GEC und IBM: Oncite für Fertigungsindustrie

Hybrid-Cloud-Lösung für industrielles Edge Computing

05. Februar 2021, 08:30 Uhr   |  Anna Molder

Hybrid-Cloud-Lösung für industrielles Edge Computing
© IBM

Die schnelle und einfache Implementierung von datengetriebenen Shopfloor-Anwendungen bei gleichzeitiger Datensouveränität ist aktuell eine der größten Herausforderungen der Fertigungsindustrie. German Edge Cloud (GEC) hat seine Industrial Edge Appliance Oncite um die Komponenten aus den IBM Cloud Paks erweitert, die auf der Kubernetes-Plattform für Unternehmen Red Hat OpenShift aufbauen. Mit dem aus Hardware-, Software- und Application-Management-Services geschnürten Paket sollen Produktionsbetriebe, OEM-Hersteller sowie die Zulieferindustrie schnell von der Digitalisierung in der Fertigung durch den Hybrid-Cloud-Einsatz profitieren.

GEC, ein Unternehmen der Friedhelm Loh Group, hat gemeinsam mit Partnern im Oktober 2019 die Oncite entwickelt – eine datensouveräne Industrial Edge Appliance für echtzeitfähige industrielle Anwendungsfälle. IBM hat die Appliance um die „IBM Cloud Pak“-Lösung erweitert, die auf Red Hat OpenShift basiert.

GEC liefert laut eigenen Angaben eine sichere lokale Netzwerkanbindung. Hinzu komme die performante und industrietauglich robuste Technik des IT-Infrastruktur-Spezialisten Rittal. Darüber hinaus ermögliche die GEC mit seinem Smart-Manufacturing-Operations-Management (Smart MOM) und der darin integrierten Analytics-Plattform die Visualisierung und „near Realtime“-Analyse der Produktionsdaten aus allen Quellen.

Das Sichtbarmachen der relevanten Produkt- und Prozessdaten während des laufenden Transports, lückenlos von Station zu Station bis zur Qualitätskontrolle und Auslieferung der serialisierten Produkte an den Kunden, ist immer noch eine der größten Herausforderungen in Fertigungsumgebungen. Damit diese Visualisierung gelingt, muss eine Zusammenführung aller relevanten Daten in nahezu Echtzeit erfolgen.

Die ersten eingesetzten Module aus den IBM Cloud Paks adressieren die OT-IT-Integration durch die Lösung „Plant Service Bus“. Sie basiere auf  „App Connect for Manufacturing“ und biete eine universelle Integration in den Shopfloor auf Basis von MQTT, OPC UA und einer Vielzahl weiterer Protokolle. Zusätzlich komme der „Operational Decision Manager“ zum Einsatz, der es Nicht-IT-Mitarbeitern ermöglichen soll, das Verhalten und die Datenflüsse im Shopfloor über Geschäftsregeln zu steuern. Dabei sollen sich alle Daten aus dem operativen Bereich (OT) erfassen und mit den IT-Systemdaten vereinheitlichen lassen, um sie dann dem Smart MOM zur Verfügung zu stellen.

Die Lösung laufe auf Red Hat OpenShift, womit nicht nur die von GEC und IBM zur Verfügung gestellten Komponenten, sondern auch weitere Lösungen von Drittanbietern in einer modernen Container-, Automations- aber auch virtualisierten Umgebung als die neue Fertigungs-IT laufen. Mit Red Hat OpenShift sollen Anwender die Flexibilität, ihre Anwendungen lokal oder in der Cloud-Umgebung auszuführen, bekommen. Zum Schutz des in den Daten enthaltenen Know-hows setzt die GEC laut eigenen Angaben auch auf die GAIA-X konforme International Data Spaces (IDS)-Architektur.

Weitere Informationen stehen unter www.ibm.com und www.gec.io zur Verfügung.

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