Vom Backup as a Service zur Hybrid Cloud

So schützt man Daten flexibel und sicher

23. Dezember 2022, 12:00 Uhr | Matthias Hennrich/am

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Backups in der Praxis

Von Backup-Daten hängt die Existenz des Unternehmens ab. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass auch Sicherungsmedien Defekte haben oder verloren gehen können. Selbst Cloud-Speicher sind nicht davor gefeit – Datenverluste durch Fehlbedienung sind in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Sicherungskopien der Daten vorzuhalten.

Hieraus hat sich die sogenannte 3-2-1-Regel entwickelt: Von den Daten gibt es insgesamt drei Kopien auf zwei verschiedenen Speicherarten, wobei eine Kopie an einem externen Standort gespeichert ist.

Drei Datenkopien: Dazu gehören originale Produktivdaten und mindestens zwei Sicherungskopien.
Zwei Speicherarten: Beide Sicherungskopien sollten auf zwei getrennten Medien gesichert sein, um die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls zu senken. Mögliche Medien sind interne und externe Festplatten, Wechselmedien wie ein Bandlaufwerk oder eine Cloud-Backup-Umgebung.
Eine entfernte Kopie: Man sollte mindestens eine Datensicherung an einem entfernten Ort aufbewahren. Damit ist sichergestellt, dass Naturkatastrophen oder andere Notfälle nicht alle Kopien beeinträchtigen können.

Die entstehenden Datenmengen sind heutzutage relativ günstig. Zudem gibt es Verfahren, um die nötigen Datenmengen bei gleichem Schutz zu reduzieren. Zum Beispiel lassen sich in sogenannten inkrementellen Backups nur die Veränderungen bei zeitlich aufeinanderfolgenden Sicherungen tatsächlich abspeichern.

Das Generationenprinzip

Selbst bei inkrementellen Backups wächst der Speicherbedarf mit der Zeit jedoch unter Umständen stark an. Aus diesem Grund hat sich eine weitere Maßnahme bei Administratoren durchgesetzt: das Großvater-Vater-Sohn-Prinzip, oft auch als Generationenprinzip bezeichnet. Dabei gibt es Gruppen von Backup-Medien, beispielsweise für eine tägliche, eine wöchentliche und eine monatliche Sicherung. Sie lassen sich nach dem Rotationsverfahren immer wieder einsetzen und überschreiben. Das müssen nicht alles physische Medien sein, das Prinzip lässt sich auch virtuell abbilden.

Dadurch und durch zusätzliche inkrementelle Datensicherung bleiben die Datenmengen überschaubar. Hinzu kommt, dass das Generationenprinzip flexibel ist. Je nach den Anforderungen in einem Unternehmen lassen sich die Backups auch in der Abfolge täglich-monatlich-jährlich anfertigen. Dann gibt es jedes Jahr eine Großvater-Sicherung, die ein platzsparendes Archiv ergibt.

Doch auch damit sind die Daten nicht endgültig sicher, denn auch Backups können scheitern, etwa durch Fehlbedienungen oder technische Störungen. Da die entsprechenden Prozesse automatisiert sind, wird dies nicht unbedingt auffallen. Aus diesem Grund sollten Unternehmen Backups regelmäßig verifizieren und die Wiederherstellung testen. Dies betrifft auch das grundlegende Handling: Viele Wiederherstellungen dauern unnötig lange, weil die entsprechenden Prozesse nicht eingeübt sind und es zu Bedienfehlern kommt.

Fazit

Betrachtet man das Thema Backup im Detail, stößt man doch auf viele komplexe Zusammenhänge, die entscheidend für den Erfolg sein können. Unter Umständen sind große Investitionen in Hardware oder Prozesse nötig, um ein Backup robust und sicher zu gestalten. Mit Backup-as-a-Service-Produkten aus der Cloud lassen sich viele dieser Schwierigkeiten aus dem Weg räumen. Auch kleine IT-Teams können dadurch bei ihren Datensicherungen „State of the Art“ arbeiten. Cloud-Backups sind optimal, um die Effizienz der Datensicherung zu steigern und den Aufwand zu senken.

Matthias Hennrich ist Product Director Storage & Backup bei Plusserver.

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