Die im Mai in Kraft getretene EU-DSGVO verlangt „angemessene technische und organisatorische Maßnahmen“, damit personenbezogener Daten gesetzeskonform geschützt sind. Laut Tuxguard, einem saarländischen Firewall-Anbieter, bilden Lösungen, die die Anforderungen der Verordnung erfüllen und Anwender beispielsweise bei deren Umsetzung und Dokumentation unterstützen, die Grundlage bei der Umsetzung der Vorgaben.

Der Hersteller bietet mit seinen modularen Firewall-Modellen Unternehmen die Möglichkeit, die Lösungen speziell an ihre Bedürfnisse anzupassen. So lassen sich beispielsweise bestimmte Services bei Bedarf ein- und ausschalten und somit Aspekte wie Datenübermittlung oder Zugriff selbst konfigurieren. In einem zentralen Management Center haben Administratoren zudem die Möglichkeit, alle sicherheitsrelevanten Aufgaben zu bündeln und zu verwalten. Über das zentrale Management ist es möglich, die verschiedenen Sicherheitsmodule des Herstellers auszurollen und zu verwalten.

Dort findet sich auch eine DSGVO-Information des Herstellers, die der Administrator im Vorfeld bestätigen muss. Auf diese Weise stellt Tuxguard nach eigenen Angaben sicher, dass der IT-Verantwortliche genau darüber informiert wurde, welche Daten gespeichert und übermittelt werden. Darüber hinaus kann er dort Services wie den Support-Zugriff ein- oder ausschalten oder auch Passwörter für unterschiedliche Aspekte der Firewall generieren.

Tuxguard setzt außerdem auf ein Vier-Augen-Prinzip. So wird dem Datenschutzbeauftragten pro Session ein Datenschutzpasswort erstellt, sodass der Administrator keine Default-Passwörter mehr sehen kann. Dies sei insbesondere dann relevant, wenn der Verantwortliche beispielsweise das Unternehmen verlässt. Darüber hinaus dokumentiert die Firewall alles, was auf ihr passiert, erklärte Tuxguard-CEO Uwe Hanreich im Gespräch mit LANline: „Diese Informationen sind auch nicht löschbar, sodass alles nachvollziehbar bleibt, sollte es beispielsweise zu Sicherheitszwischenfällen kommen und eine Nachweispflicht bestehen.“

Auf der it-sa will der deutsche Firewall-Hersteller außerdem neue Firewall-Modelle zeigen. Etwa die TG-05000. Diese ist mit einem Intel-Atom-4C-Prozessor mit 2 GHz sowie bis zu 64 GByte RAM ausgestattet. Im Zusammenspiel mit dem selbst entwickelten und auf Performance gehärteten Betriebssystem TUX-OS 7.0.9 erreicht sie einen Datendurchsatz von bis zu 18 GBit/s, so Tuxguard. Darüber hinaus verfügt die Firewall über einen 19-Zoll-Einbaurahmen sowie sechs 1-Gbit- und zwei 10-GBit-Ports.

Langfristig will sich das saarländische Unternehmen jedoch vom reinen Firewall-Hersteller breiter aufstellen und sich zum IT-Security-Anbieter mit mehreren Standbeinen entwickeln. Einen Ausblick auf die neuen Lösungen sollen Interessierte bereits im Oktober auf der it-sa (Halle 10.1, Stand 323) erhalten.

Weitere Informationen finden sich unter www.tuxguard.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.