Die Analyse- und Monitoring-Software Network Multimeter soll laut Allegro ein umfassendes Upgrade erhalten. Ziel sei es, durch kontinuierliche Aktualisierungen der Plattform Netzwerkadministratoren dabei zu helfen, den aktuellen Entwicklungen auf dem schnelllebigen Netzwerkmarkt Rechnung zu tragen und so größere Umbauten zu vermeiden. Die neue Version 2.2 soll ab Oktober 2018 verfügbar sein.

Sie optimiere Network Multimeter durch eine noch präzisere und schnellere Analyse der aufgezeichneten Datenströme, so der Hersteller weiter. Durch das Release sei es nun unter anderem möglich, IP-Gruppe zu bilden. Beliebige IP-Adressen (IPv4 und IPv6) lassen sich nun gruppieren und so etwa IP-Server, Subnetze, VPNs oder Clients zusammenfassen. Die QoS-bezogene (Quality of Service) Priorisierung oder Parametrisierung des Datenverkehrs, die Datenratenreservierung, die Datenratenlimitierung und die Paketoptimierung stellt die Lösung laut Hersteller durch folgende Analysen dar:

  • L2 QoS stelle die Prioritäten auf Layer 2 (sowohl im VLAN Tag als auch die TC-Bits im MPLS-Header) dar,
  • L3 QoS soll die Prioritäten auf Layer 3 anzeigen und den entsprechenden Datenverkehr als Graph zeichnen,
  • L4 QoS generiert die Liste der Ports und korreliert diese mit den im Netzwerk erkannten QoS-Labels. Es werden die Top 5 QoS-Labels nach dem aktuellen Verkehrsaufkommen sortiert, und
  • L7 QoS sorgt für die Erkennung der QoS-Labels und stellt diese in Beziehung zu den Layer 7-Anwendungen. Es werden die Top-5-QoS-Labels nach dem aktuellen Verkehrsaufkommen sortiert.

Ebenso enthält die Version 2.2 SIP-Erweiterungen, die den VoIP-Funktionsbereich weiter ergänzen, um SIP-Statistiken, SIPDetails und RTP-Informationen umfassender darzustellen. Bei der OPC Unified Architecture (OPC UA) handele es sich um eine neue Funktion für die Bereitstellung von Messfunktionen für das OPC-UA-Binärprotokoll. Sie kommt laut Allegro dort zum Einsatz, wo Sensoren, Regler und Steuerungen verschiedener Hersteller ein gemeinsames Netzwerk bilden. Weitere Neuerung ist zudem die kontrollierte Paketweiterleitung und Verkehrsduplizierung. Bisher ließen sich die Daten laut Hersteller nur in einem Pcap ablegen, das wiederrum über das Netzwerk an ein beliebiges Endgerät weitergeleitet werden konnte. Neu sei nun, dass Anwender Datenströme (als Raw Ethernet Output) auf ein Netzwerk-Interface weiterleiten, wodurch die Datenströme nicht verändert beziehungsweise modifiziert, sondern als reiner Ethernet-Bitstrom trasportiert werden.

Einen Ausblick auf die neue Version gibt Allegro Packets auch während der it-sa in Nürnberg in Halle 9, Stand 120. Weitere Informationen finden sich unter www.allegro-packets.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.