R&M: Breitbandversorgung durch Freiluftverkabelung

FTTH durch die Luft

18. März 2021, 08:30 Uhr   |  

FTTH durch die Luft
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Aerial Deployment (Freiluftverkabelung) erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Fiber to the Home (FTTH) lässt sich in ländlichen Regionen mittels oberirdischen Leitungsbaus rund zweieinhalb Mal schneller ausbauen als gewohnt. Darauf weist R&M hin, weltweit tätiger Schweizer Entwickler und Anbieter von Verkabelungssystemen für Netzwerkinfrastrukturen. Mit einem Entwicklungsprogramm für Produkte und Lösungen zur fiberoptischen Freiluftverkabelung will R&M dazu beitragen, dass die Netzbetreiber auch in diesem Bereich zügig vorankommen.

Weil sich ein FTTH-Angebot außerhalb der Städte aufgrund der hohen Investitionen für Telekombetreiber bisher kaum lohnt, gibt es noch viele unterversorgte Gebiete im ländlichen Bereich. Oberirdischer Leitungsbau, auch Aerial Deployment genannt, wird daher wieder interessant. Thomas Ritz, R&M Market Manager Public Networks, sagte: „Die oberirdische Verkabelung gibt es, seit wir Strom- und Telefonnetze haben. Und auch FTTH lässt sich mittels Freiluftverkabelung und durch Nutzung bereits bestehender Masten von Telefon- oder Stromgesellschaften etwa zweieinhalb Mal schneller ausrollen als mit einer klassischen Erdverkabelung.“ Hinzu komme, dass Aerial Deployment kostengünstiger als eine Erdverkabelung ist, da unter anderem weniger Planungs- und Personalaufwand anfällt und man vorhandene Infrastrukturen nutzen kann. Robuste, freitragende High-Durability-Glasfaserkabel, vorkonfektionierte Kundenanschlusskabel inklusive optische Stecker sowie neuartige Verteilerboxen für die Mastmontage bilden wichtige Bausteine für den oberirdischen Leitungsbau, so R&M weiter.

Verteilerboxgeneration
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Mit R&Ms Verteilerboxgeneration für den Aerial-Deployment-Markt lässt sich der Ausbau von FTTH-Netzen beschleunigen.

Der Verkabelungsspezialist bietet mit einer neuen FTTH-Verteilerboxgeneration, entwickelt für den Aerial-Deployment-Markt, eine Montagetechnik, die hinsichtlich Einfachheit und Flexibilität punkten soll. Thomas Ritz dazu: „Die neue Leichtbaukonstruktion lässt sich ohne Spezialwerkzeug an jeder Fassade oder an den Masten montieren.“ Die komplette optische Verkabelung sitze in einer separaten Schale. Während ein Team die Box am Mast oder an der Fassade anbringt, konfektioniert ein zweites Team am Boden die notwendige Verkabelung, so das Vorgehen laut R&M. Durch diese Arbeitsteilung reduziere sich die Montagezeit und der Provider könne die Nutzer schneller mit Breitband-Connectivity versorgen.

Die Auslieferung der Aerial-Boxen erfolge bereits vorkonfektioniert, beispielsweise mit Splitter-Modulen und interner Verkabelung. Die Gehäuse seien auf klimatisch anspruchsvolle Umgebungsbedingungen ausgelegt und auch für Schwellenmärkte entwickelt. Die zweckmäßige und flexibel organisierbare FTTH-Verteilung in sehr unterschiedlich angelegten Siedlungsgebieten steht dabei laut R&M im Vordergrund.

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