VMware hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona bekanntgegeben, dass TK-Dienstleister (CSPs) die Mobility-Management-Lösung Airwatch als Managed Service über VMwares „Vcloud Air Network Managed Service Provider“-Angebot offerieren können. Die Airwatch-Services für Provider ergänzen die Unternehmenslösungen für die Transformation digitaler Arbeitsplätze, die VMware im Februar vorgestellt hatte: Horizon Cloud, Horizon Apps und Updates von Horizon 7 sollen Kosten und Komplexität der zentralen Bereitstellung von Windows-Anwendungen deutlich senken.

Das CSP-Angebot basiert auf VMwares marktführender EMM-Lösung (Enteprise-Mobility-Management) Airwatch. Dank von VMware gehosteter Airwatch-Services könne ein TK-Dienstleister differenzierte Dienste anbieten, neue Einnahmequellen erschließen und Unternehmenskunden dabei unterstützen, ihre Mobilitätsstrategie voranzutreiben, so VMware. Die Services seien ab sofort verfügbar.

Für den Unternehmenseinsatz neu sind JMP (Just-in-Time Management Platform), Optimierungen des Fernzugriffsprotokolls Blast, eine Kooperation mit IBM namens „Horizon Cloud“ sowie Horizon Apps, VMwares erstes reines App-Publishing-Angebot – ein Marktsegment, das bislang ausschließlich vom VMware-Konkurrenten Citrix sowie von Microsoft und kleineren Spezialanbietern bedient worden war.

JMP soll die Verwaltung von Benutzerprofilen vereinfachen und die Zeit für die Einführung virtueller Desktops und Anwendungen verkürzen. Die Management-Lösung vereint laut Hersteller App Volumes für die Echtzeit-Bereitstellung von Anwendungen, Instant Clone für die schnellere Desktop-Provisionierung und User Environment Manager für kontextbezogenes Richtlinien-Management. Damit ermögliche JMP eine integrierte Verwaltung virtueller Anwendungen und Desktops.

VMwares Fernzugriffsprotokoll Blast umfasst nun die neue „Beat“-Technik (Blast Explosion Adaptive Transport) zur Bandbreitenoptimierung. Mit Beat werden laut VMware-Angaben die Netzwerkbedingungen (Geschwindigkeit, Paketverlust) dynamisch angepasst. Damit ließen sich zum Beispiel Dateiübertragungen über Transkontinentalverbindungen bei nur geringen Paketverlusten auf ein Sechstel der Zeit verkürzen.

Zudem haben VMware und IBM ihre Partnerschaft mit der Einführung der Horizon Cloud um Virtual-Desktop- und Anwendungs-Services von VMware erweitert. Der neue Service dient dazu, virtuelle Desktops und Anwendungen bereitstellen und verwalten, die in der IBM-Cloud oder lokal auf einer zertifizierten hyperkonvergenten Infrastruktur laufen. Dies ermögliche es Unternehmen, den DaaS-Einsatzbereich (Desktop as a Service) zu erweitern. Anwendungsbeschleunigung durch moderne GPU-Technik erleichtere den Einsatz virtualisierter Desktops auch für CAD/CAM-Tools (computergestützte Konstruktion, computergestützte Fertigung) wie Autocad.

Horizon Cloud ermögliche es Unternehmen, auch ohne Virtual-Desktop-Expertise auf einen modernen Ansatz für das End-User Computing zu wechseln, so VMware. Die Lizenzierung biete eine „Pay as you grow“-Möglichkeit. Ein Unternehmen könne zudem zwischen Bereitstellungsmodellen wechseln und den Service auf der Infrastruktur nach Wahl mittels einer einzigen Abonnementlizenz nutzen. Horizon Cloud lasse sich mit VMware Workspace One kombinieren, um geschäftskritische Ressourcen für Endanwender über einen sicheren digitalen Arbeitsbereich bereitzustellen.

Horizon Cloud, ein Kooperationsangebot von VMware und IBM, lässt dem Anwenderunternehmen die Wahl zwischen verschiedenen Infrastrukturvarianten. Bild: VMware

Horizon Apps wiederum ergänzt VMwares Horizon-7-Portfolio um eine Standalone-Lösung für die zentrale Bereitstellung virtualisierter Applikationen (App Publishing). Interessenten locken will VMware nicht nur mit JMP und Blast, sondern auch mit niedrigen Kosten für die Bereitstellung der Applikationen.

Horizon Apps, Horizon Cloud und die Updates für Horizon 7 sollen ab April 2017 verfügbar sein. Die Preise für Horizon Apps beginnen bei 125 Dollar pro unbefristeter nutzerbezogener Lizenz. Horizon Cloud beginnt bei einem Preis von 16 Dollar pro nutzerbezogener Lizenz und Monat. Die Preise für Horizon 7 beginnen bei 250 Dollar pro gleichzeitig zugreifendem Benutzer (Concurrent User).

Weitere Informationen finden sich unter www.vmware.com/de.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.