Igel-Hausmesse Disrupt Unite 2021

Igel will neue Märkte erobern

09. März 2021, 12:00 Uhr   |  Wilhelm Greiner

Igel will neue Märkte erobern
© Igel

Anlässlich seiner Online-Hausmesse „Disrupt Unite“ (was auf Deutsch „unterbreche vereinige“ heißt) präsentierte sich Igel mit neuem Mehrheitseigner und großen Zielen: Die Private-Equity-Firma TA Associates hat die Mehrheit der Anteil an Igel übernommen. Damit will das Unternehmen seinen Schwenk vom Bremer Thin-Client-Hersteller zum international tätigen Anbieter eines „Next-Generation Edge Operating Systems (OS) für Cloud Workspaces“ (O-Ton Igel) beschleunigen und neue Marktsegmente erschließen.

Bei Igel verfolge man die Strategie, jedes Gerät mit jedem der großen Cloud-Anbieter (gemeint ist: Digital-Workspace-Anbieter, also Citrix, VMware, Microsoft und Amazon) zu verknüpfen, so CTO Matthias Haas anlässlich der Online-Veranstaltung gegenüber der Fachpresse. Igel sei „der einzige Anbieter, der tatsächlich mit allen vier großen Partnern Lösungen anbieten kann“, so Haas. Der neue Mehrheitsinvestor TA schaffe die Möglichkeit, das Wachstum im Bereich Edge OS für Cloud Workspaces voranzutreiben.

Helfen sollen dabei auch neue Funktionen der hauseigenen Thin Clients und des Igel OS, darunter die Unterstützung von Glasfaseranschlüssen, nützlich zum Beispiel für Krankenhäuser (LANline berichtete). Hinzu kommen neue Kooperationen. So hat der Thin-Computing-Spezialist eine Zusammenarbeit mit Ncomputing verkündet, einem Hersteller ARM-basierter Thin Clients, nebst einer Kooperation mit Lenovo. Dadurch kann Igel sein Thin-Client-OS künftig auch auf deren Geräte – einschließlich der mobilen Endgeräte – aufspielen.

Durch die Unterstützung des „NComputing RX420 (Igel)“ (siehe Bild oben), der auf dem Raspberry Pi 4 basiert, erweitere man das Leistungsspektrum des hauseigenen Endpunkt-Betriebssystems. „Igel OS (RPI4)“ sei speziell für den Zugriff der Geräte auf Citrix-Umgebungen entwickelt und in Citrix Workspace wie auch den Citrix Workspace Hub integriert. Laut Haas sind ARM-Geräte „sehr gut geeignet, in virtuellen Umgebungen kostengünstig die richtige Leistungsfähigkeit zur Verfügung zu stellen“.

Auch im Hinblick auf die übrigen Digital-Workspace-Größen schreitet die Entwicklung laut Angaben des Igel-CTOs voran: Man arbeite an einer „Day-Zero“-Integration (gemeint ist: vom ersten Tag an) in den aktuellen Horizon-Client, zudem an der Integration von Workspace One und Igel OS. Der Proof of Concept ist laut Haas abgeschlossen, bald soll es ein erstes Beta geben.

Mit Microsoft habe man an der Integration der „Microsoft Teams Optimization“ innerhalb von Windows Virtual Desktop (WVD) gearbeitet, zudem an der Integration der Virtual-Channels-Architektur, um zusätzliche Partner einbinden zu können, etwa Zoom-Conferencing, Ezeep-Printing oder Fabulatechs USB-Redirection. Mit dem neuen Igel OS 11.05, vorgestellt zur Disrupt, gebe es dank Igel OS nun den ersten Linux-basierten Amazon-WorkSpaces-Client, so Haas.

Zur Zukunft des hauseigenen Betriebssystems gab Haas zu Protokoll, man arbeite an CI/CD-Prozessen (Continuous Integration/Continuous Delivery). Eine standardisierte Softwarebereitstellung soll künftig Releases neuer Igel-OS-Versionen beschleunigen und vereinfachen. Zudem will der Hersteller laut CTO Haas Cloud-Identity-Provider wie Azure AD oder Okta als festen Bestandteil in Igel OS integrieren und die „Work from Anywhere“-Nutzung der Igel-OS-Geräte weiter verbessern.

Weitere Informationen finden sich unter www.igel.de.

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